Bau einer 11Kg Gasesse

Gasesse selber bauen |  Schmiedeesse selber bauen

 

Welche Werkzeuge und Materialien habe ich zum Bau der Schmiedeesse benötigt:

Ich denke die Liste ist ziemlich komplett. Wenn ich das eine oder andere übersehen habe trage ich es nach. Zum Bau benötigt man nicht zwingend den ganzen aufgelisteten Maschinenpark. Es macht es aber leichter.

Der Winkelschleifer ist unverzichtbar. Eine Stichsäge z.B. für das Auf, und Abtrennen funktioniert nicht sehr gut.

Werkzeugliste:

 Wer nun wissen möchte was so eine Gasesse kostet: Kontakt: Gasesse Kaufen

 

Die Einzelteile der Gasesse

Gasesse 11Kg selber bauen

Gasesse bauen | die Einzelteile

Zum Thema Gasesse bauen habe ich schon einige recht ausführliche Artikel geschrieben. Aber es gibt immer mal wieder das eine oder andere Detail welches nicht im Artikel vorkommt.  Bei den Gasessen gibt es auch kleine Änderungen oder individuelle Details welche dann nicht mehr in den ursprünglichen Beitrag passen.

Bei der aktuell gebauten Gasesse handelt es sich um eine 11Kg Esse in meiner „neuen“ Standardbauweise mit obenliegenden Halte-, bzw. Ablagebügeln und den U-Schienen an einem Ende zum verschließen einer Seite.

Neben der Standard Baureihe werde ich wahrscheinlich noch eine einfachere und etwas günstigere Variante bauen. Daneben wird es auch einen Bausatz und ein Materialset geben.

Auf der Palette liegen die vorbereiteten Einzelteile. Wie die Gasflasche geöffnet wird habe ich hier im Artikel Esse bauen: So gehe ich vor bereits geschrieben. Links liegt das aufgetrennte Gehäuse der Esse, rechts daneben sieht man die Haltebügel und die Rohre für Brenneraufnahme und Ablage-Stangen.
Mit dem Bosch GWS 7-125  (der blaue Bosch Winkelschleifer) trenne ich den Standfuß, sowie Boden und Deckel ab.

 

Das Gehäuse der Gasesse wird verschweißt

Das Gehäuse der Gasesse wird geschweißt

Gasesse bauen | Gehäuse schweißen

Das Gehäuse der 11Kg Gasesse ist bereits so gut wie fertig zusammengeschweißt. Ebenso sitzt das Aufnahmerohr für den Brenner sitzt im Winkel von ca. 45 im Gehäuse und wird ringsum geschweißt. Unten über dem Standfuß sitzen die Rohre zum Durchstecken für ein Ablage, bzw. Haltesystem. Vorn am Gehäuse kann man die blanken Stellen erkennen an denen der Standfuß verschweißt war. Diesen trenne ich mit dem Winkelschleifer und den 1mm Trennscheiben ab. Danach werden die Trennstellen mit der 6mm Schruppscheibe verputzt damit kein Grat übersteht.

Links neben dem Gehäuse liegt mein Schweißerhelm. Zum Schweißen absolut zu empfehlen. Er schützt Augen und Gesicht vor der Strahlung. Ein Handschild ist viel zu umständlich zu handhaben (früher habe ich mit dem Handschild gearbeitet : NIE WIEDER 😉 ) Eine Schweißerbrille schützt zwar die Augen, aber das Gesicht bekommt Strahlung ab, was einen unangenehmen „Sonnenbrand“ geben kann.

Schweißerhelme waren zu Anfang sehr teuer, mittlerweile bekomme man sie für recht kleines Geld.

 

Schmiedeesse mit Einsteckrohr für Temperaturfühler

Gasesse mit Einschub für Temperaturfühler

Gasesse mit Fühlerrohr

Auf diesem Bild kann man die Besonderheit dieser Schmiedeesse gut erkennen. Unterhalb der Brenneraufnahme habe ich ein Rohr eingeschweißt welches einen Temperaturfühler aufnehmen kann. Ich verwende den GTH 1150 mit dem passenden Fühler GTF 1200. Damit fällt die Kontrolle der Temperatur direkt in der Flammzone sehr leicht.
Das Fühlerrohr sitzt mittig im Gehäuse und ist in einem leicht abfallenen Winkel (ca. 10°) eingeschweißt. Aussen steht es einige cm hervor. Im Inneren ragt es in der Dicke der Wandung (Keramikfasermatte und Feuerfester Beton) in das Gehäuse hinein.

 

 

 

Das (fast) fertige Gehäuse der Gasesse

Gasesse 11Kg, das fertige Gehäuse

Das fertige Gehäuse der Gasesse

Das Gehäuse ist soweit fertig. Es fehlen noch die U -Schienen. Diese schweiße ich erst nach dem Trockenbrennen an. Andernfalls passt die Esse nicht meht in den Brennofen. Die Haltebügel sind angepasst und verschweißt. Sie dienen zum Transport der Esse oder zur Ablage von Werkstücken zwischen den Arbeitsgängen.

Im nächsten Schritt wird die Keramikfasermatte eingebracht und gut angedrückt. Auf dem Bild kann man gut den leicht fallenden Winkel des Fühlerrohres erkennen. Im Hintergrund sieht man den Lufthammer von Hartmann mit 100Kg Bärgewicht.

Der Brenner wird zum Betrieb der Esse einfach bis zum Anschlag in das Aufnahmerohr geschoben. Es braucht keine Justierung oder Verschraubung. Einfach Plug and Play.

 

 

 

 

Die Gasesse wird mit Feuerbeton ausgemörtelt

Ausmörteln der Gasesse

Feuerfester Beton anmischen und Einbringen

Feuerfester Beton, Wasser und Abeitsuntensilien sind gerichtet. Vor dem Einbringen des Feuerbetons pinsele ich die Keramikfasermatte mit einer dünnflüssigen Schlämme des Betons ein. So bekomme ich eine bessere Haftung beim Auftragen. Die Keramikfasermatte vor dem Auskleiden mit dem Feuerbeton gut andrücken und fest einpassen.

So kann nichts verrutschen und man bekommt eine stabile Verbindung zwischen Feuerbeton und Keramikfaserwolle. Den Pinsel nehme ich zum Einschlämmen und zum späteren Glätten. Die Brennermündung kann man mit einem kleinen Konus (abgeschnittener Flaschenhals einer PET Flasche) oder von Hand ausformen.

 

 

 

Die mit Feuerbeton ausgekleidete Gasesse

Gasesse fertig ausgemörtelt

Die fertig ausgemörtelte Gasesse

Die Schmiedeesse ist fertig ausgemörtelt. Der Feuerbeton ist in mit einer Wandstärke von ca. 2cm eingebracht und geglättet. Nun muss er trocknen. Recht gut zu erkennen ist rechts oben die konische Brenneröffnung und darunter die Öffnung für den Temperaturfühler.

Zur Kontrolle habe ich ein Edelstahlrohr durchgesteckt. Es ragt genau in die Kernzone der Flamme. Die Esse muss nun einen Tag lang abbinden und trocknen. Danach wird sie im Brennofen trockengebrannt und anschließend fertig montiert.

 

 

 

 

nach oben zur Werkzeugliste!

 

hier geht es zu Teil 2 der Baudoku =>

 

 

 

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2 Kommentare

Kürzlich hat mich diese Frage zum Bau einer Gasesse erreicht:

Ich möchte mir aus einer 11 l Gasflasche so eine Esse bauen wie Sie sie auf
Ihrer Webseite beschreiben. Flasche ist mittlerweilen ohne Hahn, zweimal
mit Wasser gefüllt und geleert und mit Spülmittel nochmals ausgespült. Habe
auch schon Griff und Fuss abgeflext und unten ein 10 mm Loch reingebohrt.
Ich frage mich ob ich die beiden Öffnungen wohl’auch ohne Risiko mit dem
Plasmaschneider machen kann, haben Sie da vielleicht Erfahrungen gemacht?

Ich öffne meine Gasflaschen immer mit dem Winkelschleifer.
Mit dem Plasmaschneider sollte es funktionieren, aber man muss sehr sorgfältig darauf achten, daß keine Restgase mehr in der Flasche sind.
Eine offene Flamme ist hier immer riskanter als der Funkenflug des Winkelschleifers