Schmiedehammer | Schlosserhammer | Kugelhammer

Welcher ist jetzt der richtige Hammer fĂŒr mich?

 

Der Schmiedehammer:

Schmiedehammer und SchlosserhammerDiesen gibt es in unterschiedlichen Formen.  Er ist im allgemeinen etwas bauchiger und kĂŒrzer als der Schlosserhammer. Man bekommt ihn in verschiedenen GrĂ¶ĂŸen von ca. 1Kg bis zu 3Kg. Die gĂ€ngigsten GrĂ¶ĂŸen sind die 1Kg bis 1,5Kg Exemplare. Er ist als Industrieware und als handgefertigtes EinzelstĂŒck erhĂ€ltlich.

Hier könnte man sich die Frage stellen: welchen Schmiedehammer kaufen?  Doch dazu gibt es weiter unten mehr Infos.

Die „deutsche“ Form des Schmiedehammers ist dem Schlosserhammer sehr Ă€hnlich.
Eine andere Form ist z.B. die „schwedische“ Form. Sie hat eine schlanke und relativ spitz ausgeformte Hammerfinne. Die Hammerbahn ist rechteckig im Querschnitt. Insgesamt ist der Hammer keilförmig aufgebaut.

In den verschiedenen LĂ€ndern auf der Welt haben sich unterschiedliche Formen entwickelt. In Japan z.B. findet man eine Hammerform welche einem rechteckigen Stahlblock ohne Hammerfinne Ă€hnelt. Das Haus (die Öffnung fĂŒr den Stiel) sitzt wie beim Kugelhammer stark zu einer Seite hin versetzt. Dadurch bekommt der Hammer eine gute KraftĂŒbertragung beim Schlag. (er „zieht“ gut )

 

Der Schlosserhammer:

Unter dem Begriff Schlosserhammer  ist die in Deutschland wohl bekannteste Hammerform zu finden. Vermutlich nahezu jeder hat solch einen Hammer zu Hause. Es gibt in in verschiedenen
GrĂ¶ĂŸen von  ein paar hundert Gramm bis hin zu ca. 2Kg. Zum Schmieden am besten geeignet sind die GrĂ¶ĂŸen zwischen 1Kg und 2Kg. Ab 3Kg spricht man von einem Vorschlaghammer. Er hat einen langen Hammerstiel zum beidhĂ€ndigen Schlagen.

Beim Schmieden wird ein Vorschlaghammer meist von einem ZuschlĂ€ger benutzt um eine schnellere Verfomung des WerkstĂŒcks zu erzielen wenn z.B. kein Lufthammer zur VerfĂŒgung steht.

der umgearbeitete SchlosserhammerStatt eines Schmiedehammers kann man sich ohne weiteres einen Schlosserhammer umarbeiten. Dazu werden die Kanten der Hammerbahn leicht verrundet um scharfkantige AbdrĂŒcke in der OberflĂ€che des WerkstĂŒcks zu vermeiden.

Links im Bild ist die Hammerbahn eines 1,5Kg  Schlosserhammers zu sehen. Die scharfkantige Fase des Hammer habe ich verschliffen und die Hammerbahn mit einer leichten Wölbung versehen.

So entstehen keine Kerben in der WerkstĂŒckoberflĂ€che. Die OberflĂ€che kann durch Überschmieden sehr einfach geglĂ€ttet werden.

Bei Bedarf kann der Hammerstiel etwas gekĂŒrzt werden. Dadurch wird der Hammer handlicher.

 

Der Kugelhammer | Ingenieurhammer:

Kugelhammer in verschiedenen GrĂ¶ĂŸenIst ein meist etwas leichterer Hammertyp. Die Hammerbahn hat einen runden Querschnitt, die Finne ist als Halbkugel ausgeformt.  Er ist sehr gut geeignet zum „treiben“ und ausschmieden von Klingen. Diesen Hammertyp findet man auch unter dem Begriff „Ingenieurhammer“

Trotz seines in der Regel etwas geringeren Gewichtes bringt der Hammer  eine gute Materialverformung zustande. Das liegt zum guten Teil an seiner Gewichtsverteilung. Der Kugelhammer eignet sich zum ausschmieden von Klingenformen. Besonders dĂŒnnere Partien wie z.B. der Erl oder die Schneide der Klinge können schnell und prĂ€zise verformt werden. Rundungen oder Biegungen an Klingen oder anderen Schmiedeobjekten kann ich mit dem Kugelhammer recht einfach ausarbeiten. Grade bei kleinen WerkstĂŒcken kommt man mit den Zangen oft an die Grenze. Selbst die kleinen 30cm Zangen sind dann noch zu groß. Hier kann es hilfreich sein sich seine eigene kleine Zange zu schmieden, bzw. umzuschmieden.
Eine Kleine Anleitung findet sich im Artikel „Zange umschmieden“.

Zum starken Material verformen wie dem runterschmieden großer Querschnitte ist er nicht so gut geeignet. Hier ist der Schmiedehammer, bzw. der Schlosserhammer die bessere Wahl.

 

 

 

Fazit:

Zum Schmieden empfehle ich diese Hammertypen:

Den Kugelhammer | Ingenieurhammer:

Welchen Kugelhammer kaufen ?

Ein Hammer mit ca. 600Gramm fĂŒr leichte Arbeiten und einen mit 900Gramm fĂŒr mittelschwere Arbeiten sollte es schon sein. Mag man sich einen dritten Hammer gönnen so sollte das der 1100Gramm schwere Typ sein. Die kleineren Exemplare sind zum Schmieden zu leicht.
Gut geeignet zum Ausformen der Klinge, der Formgebung der Angel oder dem dĂŒnn Ausschmieden der Schneide.
Tipp: unbedingt kaufen!  => hier den Kugelhammer ansehen

 

Den Schmiedehammer:

Welchen Schmiedehammer kaufen ?

Hier passt ein Hammer mit 1Kg und einer mit 1,5Kg Gewicht. Damit hat man das meiste abgedeckt. Ob es die „deutsche“ oder die „schwedische“ Hammerform wird ist egal. Hier muss jeder seinem persönlichen Geschmack folgen. Zum Schmieden und Formen gut geeignet. Die grĂ¶ĂŸere AusfĂŒhrung ist auch fĂŒr schwerere Arbeiten geeignet.
Tipp: Kaufen! => hier den Schmiedehammer ansehen
Alternativ dazu einen Schlosserhammer umarbeiten.

 

Den Schlosserhammer:

Welchen Schlosserhammer kaufen ?

Als ErgĂ€nzung zum Schmiedehammer eignet sich der 2Kg Hammer sehr gut. Hat man keinen Schmiedehammer kann es auch ein 1Kg und ein 1,5 Kg Schlosserhammer sein. Hier gilt das gleiche wie fĂŒr den Schmiedehammer. Die 2Kg Version ist fĂŒr schwere Arbeiten gedacht.
Tipp Kaufen!  => hier den Schlosserhammer ansehen

 


Damit hat man von 600Gramm aufwĂ€rts bis ca. 2Kg alles abgedeckt, ist schon einmal recht gut ausgerĂŒstet und kann nahezu alles schmieden. Andere individuelle Hammerformen oder handgefertigte EinzelstĂŒcke können dann bei Bedarf die Palette vervollstĂ€ndigen.