Bau Gasesse ergänzende Infos

Gasesse – Schmiedeesse selber bauen Ergänzung

  • Infos zum Betrieb der Esse
  • welcher Gasdruck für welche Anwendung
  • welche Paketgrößen beim Damastschmieden
  • was muss ich beachten
  • etc.

Welche Werkzeuge und Materialien habe ich zum Bau der Schmiedeesse benötigt:

Ich denke die Liste ist ziemlich komplett. Wenn ich das eine oder andere übersehen habe trage ich es nach. Zum Bau benötigt man nicht zwingend den ganzen aufgelisteten Maschinenpark. Es macht es aber leichter.

 

 Werkzeugliste:

 

Für eine 11Kg Gasaesse benötige ich ca. 1m² der Keramikfasermatte und 10 KG Feuerbeton.
Im Prinzip reichen 3/4m² der Keramikfasermatte für 2 Lagen Isolierung. Es kann aber etwas knapp werden. Deshalb empfehle ich 1m².
Für eine 5KG Gasesse sind es 5KG Feuerbeton und ca. 0,5m² der Keramikfasermatte

 

Wer nun wissen möchte was so eine Gasesse kostet: Kontakt: Gasesse Kaufen

 

Schmieden mit der Gasesse | Manometereinstellungen

Gasesse _Auflagesystem 04

Auf dem Bild rechts ist sehr schön zu erkennen wie weit der Gasdruck am Manometer heruntergeregelt werden kann. Mit einem Druck von ca. 0,2 Bar läuft die Esse noch stabil. Wenn es zu einem unregelmäßigen Lauf bei maximaler Luftöffnung kommt, müssen eventuell die Luftöffnungen am Brennerkopf etwas reduziert werden.

Zum Aufheizen der Schmiedeesse in kurzer Zeit reicht dieser Druck nicht aus. Das Halten der Temperatur zum Schmieden kleinerer Werkstücke oder zum Glühen und Härten ist mit diesem Gasdruck gut möglich. Mittels der Flügelschraube kann der Gasdruck sehr fein dosiert werden.
Sollte es bei diesem Druck zum Rückschlagen der Flamme in den Brennerkopf kommen muss das Ventil der Gasflasche geschlossen werden woraufhin die Flamme erlischt. Nun dreht man die Flügelschraube etwas ( ca. 1 Umdrehung) hinein, das erhöht den Druck. Anschließend das Ventil an der Gasflasche wieder aufdrehen. Jetzt zündet die Flamme bei aufgeheiztem Brennraum wieder in der Esse. Abschließend kann der Druck wieder passend eingeregelt werden. Ist der Betonmantel noch zu kalt, zünde ich das ausströmende Gase mit einem Anzünder an.

mögliche Anwendungen bei diesem Druck und aufgeheizter Esse:
– Normalisieren / Glühen
– Schmieden kleinerer Werkstücke
– Aufheizen kleinerer Klingen zum nachfolgenden Härten.  (Klingenlänge bis ca. 15cm)

 

Schmieden mit der Gasesse | Manometereinstellungen (1Bar Druck)

Gasesse _Auflagesystem 05

Hier hat man ca. 1 Bar Druck am Manometer anliegen. Mit diesem Druck und einer Luftöffnung am Brennerkopf von etwa 2cm bis hin zum Maximum lassen sich nahezu alle Arbeiten erledigen. Das Aufheizen der Esse funktioniert zügig und größere Werkstücke lassen sich gut schmieden. Zum Härten und Glühen ist diese Einstellung etwas zu hoch, da die Temperatur in der Esse sehr schnell auf Schmiedetemperatur hochgeht. Das führt dazu das beim Glühen die Klinge sehr rasch zu hoch aufgeheizt wird was einem feinkörnigen Gefüge abträglich ist.

Mit einer komplett aufgeheizten Esse lassen sich bei diesem Druck (und maximaler Luftöffnung) bereits Feuerschweißungen kleinerer Paktete bis ca. 1Kg durchführen. Auch größere Damastpakete könnten bei dieser Temperatur schon verschweißt werden. Allerdings dauert dann das Aufheizen recht lange, weshalb man den Druck auf das Paket angepasst erhöhen sollte.

Zudem benötigen manche Stahlkombinationen erfahrungsgemäß etwas mahr Hitze. Ab 1,2 bis 1,5 Bar kommen die Damastpakete dann schneller auf Temperatur und es besteht die Sicherheit das das Werkstück auch mit Sicherheit auf Schweißtemperatur kommt.

 

Anwendungen die bei dieser Einstellung in der Gasesse möglich sind:

– schmieden größerer Werkstück
– zügiges Hochheizen

– Feuerschweißen kleinerer Pakete (bis 1Kg)

 

 

Damastschmieden | Feuerschweißen in de Gasesse

Gasesse _Auflagesystem 06Die 2 Bar Druck die auf diesem Bild am Manometer anliegen sind zum Feuerschweißen großer Pakete mit mehreren Kg Gewicht geeignet. Das Damastpaket kommt schnell auf Temperatur. Die Zeit welche zum Aufheizen benötigt wird ist kurz, dadurch entstehen nur  geringe Wartezeiten zwischen den einzelnen Schmiedegängen.

Stahlsorten die eine höhere Feuerschweißtemperatur benötigen um einwandfrei zu schweißen können mit diesem Druck und maximaler Luftöffnung zuverlässig verschweißt werden.

Zum Schmieden oder Glühen ist diese Einstellung nicht gut geeignet. die Temperatur in der Esse ist sehr hoch und kann das Gefüge negativ beeinflussen.

 

 

Anwendungen bei dieser Einstellung sind:

– Feuerschweißen größerer | großer Pakete (ab 2-3KG)
– Feuerschweißen „schwieriger“ Stahlsorten

 

Temperatur in der Gasesse und im Härteofen prüfen

GTH 1150 / GTF1200 Messerklinge anlassenZum prüfen der korrekten Temperatur in der Gasesse und im Härteofen nutze ich das GTH 1150 von Greisinger Der passende Fühler dazu ist der GTF1200. Zum Messen der Temperatur in der Gasesse bietet sich ein Fühlerrohr unter dem Brenner an. Es funktioniert aber auch indem man durch die vordere oder hintere Öffnung misst.

Hier kontrolliere ich die Anlasstemperatur im Härteofen. Nach dem Härten der Klingen was ich bei Klingen aus Werkzeugstahl oder Kohlenstoffstahl oft in der Gasesse durchführe lasse ich die Klingen im Härteofen an.

Beim Härten in der Gasesse gehe ich meistens nach den Glühfarben und den dabei sichtbar werdenden Gefügeumwandlungen vor. Das Thermometer kommt bei Bedarf zum Einsatz.

 

 

 

Verschlusssteine für die Schmiedeesse

Gasesse _Auflagesystem 08Aus zwei 3cm dicken Schamottesteinen werden die Verschlusssteine für die hintere Öffnung der Esse geschnitten. Damit lässt sich eine Öffnung zum Durchschieben längerer Wrkstücke (Messerklingen) an beliebiger Stelle und in beliebiger Weite einstellen.

Die Steine können einfach in den U-Schienen bewegt werden. Will man von beiden Seiten der Gasesse gleichzeitig arbeiten, so nimmt man die Steine einfach raus.
An den ganz oder teilweise geschlossenen Steinen prallt das ausströmende brennende Gas-Luftgemisch ab und verwirbelt. Damit erzielt man eine Aufheizung, auch auf Feuerschweißtemperatur bis fast an den Ausgang der Esse.

 

 

Die komplette Gasesse

Gasesse _Auflagesystem 14Auf dem Bild zu sehen ist die komplette Esse mit Brenner, angeschlossener Gasflasche und den (optionalen Verschlusssteinen). Auf die beiden Haltebügel oben kann man eine Platte legen auf welcher man Werkstücke/Klingen zwischen den Schmiedegängen deponiert.

ich benutze in der Regel die 11Kg Gasflaschen. Diese lassen sich noch gut transportieren und haben eine passable Reichweite. 5KG Flaschen sind leichter, haben aber weniger als die Hälfte des Inhaltes. 33Kg Flaschen sind sehr unhandlich im Transport und Handling.

Tipp: Die Gasflasche in einen Kübel mit Wasser (z.b. 60 Liter Mörtelkübel) stellen. Das vermindert das Einfrieren des Gases.

Wofür die beiden seitlichen Rohre gut sind sieht man gleich im nächsten Bild.

 

 

Ablageschiene für die Gasesse

Gasesse _Auflagesystem 17Auf den folgenden drei Bildern sieht man wofür die seitlichen Rohre gedacht sind: Als Aufnahme für ein Ablagesystem. Die Auflageschiene hier dient zur Ablage der angeschweißten Haltestangen an den Damastpaketen. Somit muss man das Paket nicht permanent in der Hand halten. Die Schiene kann in der Position verändert werden um sie an die Länge der Haltegriff anzupassen.

Eine andere Option wäre ein Ablagesystem welches die „Montage“ von Ablageflächen vor und hinter der Esse ermöglicht.

 

 

 

Ablageschiene im Detail 1

Gasesse _Auflagesystem 21Nahaufnahme der vorderen Ablageschiene. Statt des vorderen Profilrohres kann auch eine beliebige anders geformte Aufnahme, bzw. Ablage angeschweißt werden.

 

 

 

 

 

Ablageschiene im Detail 2

Gasesse _Auflagesystem 22Hier ist die Schiene insgesamt zu sehen. Die beiden Ösen am hinteren Ende dienen zum fixieren der Schiene um ein Kippen zu verhindern wenn die vordere Ablage zu schwer belastet wird.

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