Schmiedeschürze, Schweißerschürze oder eine Lederschürze

Wozu braucht man Sie ?

Eine Lederschürze, sei es eine Schweißerschürze oder eine Schmiedeschürze braucht man immer dann wenn man die Arbeitskleidung vor Hitze oder Funkenflug schützen will. Das ist beim Schweißen mit dem Elektroschweißgerät, beim Schmieden oder z.B. beim Arbeiten mit dem Winkelschleifer der Fall.

 

  • Was ist der Unterschied zwischen einer Schweißerschürze und einer Schmiedeschürze? 
  • Muss es zum Schmieden eine Lederschürze sein oder genügt auch eine Schürze aus anderem Material ?

 

Lederschürzen aus Spaltleder oder aus Vollleder ?

Schweißerschürzen in der preiswerten Ausführung werden oft aus Spaltleder gefertigt. Sie haben eine Dicke von ca. 1,5 bis 2mm sind meist grau und haben eine rauhe Oberfläche.

Ihnen fehlt die glatte Oberhaut des Leders. Schweißerschürzen sind zum Schmieden, Schweißen oder für andere Arbeiten wie z.B. Anwendungen mit dem Winkelschleifer geeignet. Das Leder hält Funken vom Schweißen, schleifen oder Schlackepartikel von der Kleidung fern. Auch vor Hitze schützt sie in gewissem Umfang.

Beim Arbeiten mit dem Winkelschleifer sollte man darauf achten, das der „Funkenstrahl“ nicht längere Zeit auf die selbe Stelle trifft. Das führt zum verschmoren der Schürze.  Hohe Hitzeeinwirkung über längere Zeit auf eine Stelle kann dazu führen , das die Schürze sich zusammenzieht, sowie hart und brüchig wird. Das einfetten mit Lederfett kann das Leder geschmeidig halten. Preislich liegen die preiswerten Schweißerschürzen um die 15,- bis 25,- €. Es sind auch noch günstigere Schürzen erhältlich. Der allzu günstige Preis geht dann aber oft zu lasten der Lederqualität oder die Lederriemen sind recht dünn und instabil.

 

Lederschürzen aus Vollleder.

Diese Schürzen aus der ganzen Haut gefertigt. Sie besitzen die glatte Oberhaut des Leders und sind meist etwas dicker als Schürzen aus Spaltleder. Dadurch sind diese Schürzen auch stabiler und langlebiger als die Schweißerschürzen, aber auch schwerer. Schmiedeschürzen im höheren Preissegment werden oft aus Vollleder gefertigt. Preislich liegen sie im Bereich ab ca. 50,- € bis über 100,- €. Es gibt Schmiedeschürzen als Voll Schürzen mit den Maßen von ca. 100cm  x  80cm (Vollschürzen) Diese werden mit den Trageriemen über die Schulter getragen und decken der Körper vom Brustbereich bis hin zu den Knien ab. Es gibt sie mit aufgesetzten Taschen  zum verstauen von Werkzeugen. Ebenso erhältlich sind Halbschürzen die nur um die Hüfte gebunden werden.

Der Oberkörper bleibt hierbei ungeschützt. Eine Halbschürze gewährt aber eine etwas größere Bewegungsfreiheit.

 

Lederschürzen oder Schürzen aus Stoff ?

Beim Schmieden sollte es auf jeden Fall eine Lederschürze sein. Solche aus Stoff bieten nicht genügend Schutz vor Funken und Schlackepartikel.  Die Erfahrung hat gezeigt das Leder der Belastung noch am besten standhält.

 

Zusammenfassung:

Schürzen aus Stoffen kommen nicht in Frage. Eine Halbschürze kann funktionieren, ich selbst bevorzuge allerdings eine Vollschürze. Diese schützt den Körper und die Arbeitskleidung am besten. Preiswerte Schweißerschürzen erfüllen ihren Zweck in der Regel ebenso gut wie um ein mehrfaches teurere Schürzen, haben aber eine kürzere Lebensdauer. Teure Schürzen findet man oft mit unter der Bezeichnung Schmiedeschürze. Sie halten durchaus länger als die preisgünstige Variante, sehen besser aus und sind auch stabiler. Ihre Qualität ist eindeutig höher.

Arbeitet man aber oft mit dem Winkelschleifer besteht die Gefahr das der Funkenflug das Leder verbrennt. Das passiert bei den preiswerten und den teuren Schürzen. Insofern ist in diesem Fall evtl. die preiswerte Schürze die bessere Wahl. Dieses Problem hat man beim Schmieden nicht. Schlackepartikel treten nicht so massiv auf wie „Flexfunken“. Die reine Hitzebelastung können Schmiedeschürzen mit etwas Lederpflege sehr lange Zeit aushalten.

Möchte man sich eine teure Schürze gönnen an der man Jahrelang Freude hat, so empfielt es sich zusätzlich ca. 20,- € für eine preiswerte Schweißerschürze zu  investieren für Arbeiten mit dem Winkelschleifer oder dem Schweißgerät.

 

 

 

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